Donnerstag, 23. August 2012

Abgehauen von Grit Poppe


Allgemeine Infos:
Format: Taschenbuch
Preis: (D) 9,95 €
Seiten: 320
Verlag: Dressler
Erscheinungstermin: August 2012
ISBN: 
978-3791516332 
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Inhalt:

Die Geschichte einer Flucht. 1989 in der DDR, Geschlossener Jugendwerkhof Torgau: Die rebellische Gonzo soll hier, wie schon ihre Freundin Anja, Heldin von "Weggesperrt", zu einer "sozialistischen Persönlichkeit" umerzogen werden. Hilflos ist sie den Methoden der Erzieher ausgeliefert und zerbricht fast an dieser Erfahrung. Als sie in ihren alten Jugendwerkhof zurückgebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Sie will endlich frei sein! In einer Kleingartenanlage trifft sie René, der in den Westen abhauen will. Doch kann Sie ihm trauen? 

Meine Meinung zum Inhalt:
Ich war furchtbar neugierig auf das Buch! In dem Vorgänger "Weggesperrt" wurde die Geschichte von Anja erzählt und nach dem nun in vielen Lesungen nach der Geschichte von Gonzo gefragt wurde, hat die Autorin diese in "Abgehauen" zu Papier gebracht!

Leider hatte ich gleich zu Beginn wahnsinnige Probleme mit dem Namen Gonzo! Zu Beginn war ich irritiert, da ich den Namen nie als Mädchennamen gesehen habe. Nach dem jedoch erklärt wurde, dass Nicole ihn sich als Spitznamen gesucht hat, war alles etwas klarer. Jedoch hat mich der Name trotz allem in meinem Lesefluss wahnsinnig gestört. Ich war jedes Mal aufs neue irritiert wenn ich Gonzo und das weibliche Personalpronomen in einem Zuge las.
Gonzo wurde als eine sehr verschlossene und zwiegespaltene Persönlichkeit dargestellt. Bei ihrer Situation war das auch verständlich und nachvollziehbar. Allerdings hat die Autorin Gonzo so viel Leben eingehaucht, dass ich als Leserin Probleme hatte mit der Protagonistin zu sympathisieren. Sie fühlte sich für mich immer sehr abweisend und desinteressiert an. Das hat mir ein bisschen die Leselust genommen!
Dadurch dass ich die Zeit der DDR nie selbst miterlebt habe, fiel es mir schwer viele Ereignisse wie die Flucht aus der DDR nach Tschechien, die Angst vor der Staatspolizei und die Jugendwerkhöfe nachzuempfinden. An dieser Stelle habe ich mir gewünscht, dass die Autorin mich ein bisschen mehr an die Hand nimmt und mir die DDR und deren Bewohner näher bringt. Leider fühlte ich mich etwas allein gelassen!
Durch all diese genannten Faktoren konnte mich das Buch nicht erreichen. Ich hatte zwar immer das Gefühl an etwas Schrecklichem teilzuhaben, aber richtig hineingezogen wurde ich in die Geschichte nicht. Das erschütterndste für mich war das Nachwort der Autorin. Dort sagte Grit Poppe, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht und die Opfer der Jugendwerkhöfe immer noch unter den Folgen leiden. Das Nachwort konnte den Geschehnissen erst Leben einhauchen und die Vorkommnisse für mich greifbar machen!

Fazit:
Eine traurige und abscheuliche Geschichte über einen Teil deutscher Geschichte, der nicht vergessen werden sollte! Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht erreichen!




Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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