Montag, 20. August 2012

Aoife von Anja Ollmert

Allgemeine Infos:
Format: Taschenbuch
Preis: (D) 11,95 €
Seiten: 207
Verlag: AAVAA
Erscheinungstermin: 12. Juni 2012
ISBN: 
978-3862549856 
Kaufen beim: Verlag

Inhalt:
Aoife, eine junge Irin, steht als Mitbegründerin einer Werbeagentur mit beiden Beinen fest im Leben. Ihr Interesse gilt den Geschichten der Tuatha de Daanan und anderen Sagen und Mythen der alten Kelten. Ein von der Großmutter geerbtes Buch fesselt sie besonders. In der Samhainnacht wird sie bei der Lektüre auf unerklärliche Weise in die Geschehnisse des Buches gesogen. Sie trifft dort am Samhainfeuer auf Cúchulainn, den bewundernswerten Helden der keltischen Mythologie.

Meine Meinung zum Inhalt:
Zu Anfang fiel es mir wirklich schwer in das Buch hinein zu finden. Irgendwie bremste mich der Name der Protagonistin Aoife immer wieder in meinem Lesefluss. Es fühlte sich für mich unheimlich holperig an und das Schlimmste für mich war, dass ich meinem Freund noch nicht mal von dem Buch erzählen konnte! Denn obwohl die Autorin erklärt hat, wie man den Namen ausspricht, war ich mir unsicher und es klang in meinen Namen falsch... Das gleiche galt natürlich auch für viele andere Personen in dem Buch, wie z.B. Cúchulainn.

Die Geschichte war wunderschön romantisch und man konnte den Funken schon fast fühlen, als Aoife und Cúchulainn sich das erste Mal sahen. Auch durch die zwischengeschobenen Sequenzen von Aoifes bester Freundin Cathy konnte sich die Spannung bei mir weiter aufbauen.
Leider konnte mich die Autorin jedoch nicht bis zum Schluss fesseln.
Meiner Meinung nach, war es einfach zu viel zu der keltischen Mythologie noch das Christentum zu beschreiben. Ich selber bin nicht besonders religiös, habe aber trotzdem die Geschichten rund um Jesus ständig gehört. Ehrlich gesagt wollte ich das alles nicht noch einmal lesen. Zu Weihnachten gerne, aber nicht auch noch in meinen Büchern!

Die Geschichte rund um die Zeitreise war natürlich nicht neu, allerdings fand ich es schön. dass es im Gegensatz zu z.B. "Purpurmond" ein echtes Happy End gab! Auch die Gepflogenheiten und Gebiete im 8. Jahrhundert waren toll beschrieben, sodass ich das Gefühl hatte mitten in Irland zu sein.
Mich hat das Buch nun neugierig auf Irland und die Kelten gemacht, allerdings konnte es mich nicht restlos überzeugen. Dafür war der Beginn und Schluss des Buches einfach zu langatmig für mich. Bei einem Buch von 200 Seiten bleiben da nämlich nicht mehr viele für den Mittelteil.
Auch waren die Gespräche der Protagonisten und Übergänge zwischen den Geschehnissen manchmal sehr hölzern! Trotzdem finde ich das Buch durchaus lesenswert!

Fazit:
Interessante und schöne Geschichte, allerdings war die Umsetzung nicht immer ganz glücklich!







Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung des Wanderbuches!

Kommentare:

  1. Liebe Julia,

    ich bedanke mich herzlich für die freundliche Rezension meines Buches "Aoife".

    Liebe Grüße
    Anja Ollmert

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  2. Liebe Julia, ich habe schon längere Zeit Kontakt mit der Autorin Anja Ollmert auf Facebook und man begegnet sich dort in verschiedenen Diskussionen immer mal wieder...
    Erst Deine Rezension hat bei mir das "Unausweichliche" (im positiven Sinne) angestoßen - ich möchte jetzt endlich Anjas Buch lesen, denn: ich LIEBE gut beschriebene Landschafteindrücke, die mich abholen und auf eine Reise entführen können...
    Aber vor allem möchte ich wissen ob das mit der, von Dir liebe Julia, beschriebenen Langatmigkeit stimmt. Ich denke viel darüber nach, warum heutzutage sogar beim Lesen eine Geschwindigkeit verlangt wird, die unseren allgegenwärtigen Stress und die Schnelllebigkeit unserer Zeit spiegelt. Wenn ich den Stempel "langatmig" in Rezensionen lese, dann frage ich mich: "Wo bleibt das viel gerühmte "carpe diem" beim Konsumieren von Büchern?"
    Haben wir wirklich vergessen, wie schön es ist, wenn Kinder uns beim Lesen eines Kinderbuches an einer besonderen Stelle mit großen Augen auffordern: "noch mal, lies das noch mal bitte...?" Haben wir vergessen, was zeitlose Kinderphantasien in den Bildern alles hervorzaubern können, eben WEIL sie noch genau hinschauen und die Bilder im Kopf zulassen und weil sie "genießen können" ohne das nächste Buch in der Kopf-Warteschleife?
    Mein persönliches Fazit: Ein wenig slowreading wünsche ich mir für alle Lesegehetzten. Ich wünsche mir genau diese phantasievolle Lese-Langsamkeit, die sich im Übrigen auch auf ein gutes Essen, auf romantischen Sex und auf ein gutes Buch übertragen lässt. Denn "auskostende Phantasie" bedeutet: Genuss pur...

    Vielen Dank für den Stubs, muss jetzt das Buch von Anja downloaden!
    Ingrid Schrader

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Vielen Dank für deinen Kommentar!
Schaue doch in ein paar Tagen noch einmal vorbei, dann findest du bestimmt eine Antwort von mir ;)

 
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