Mittwoch, 15. August 2012

Immer Ärger mit Opa von Brigitte Kanitz


Allgemeine Infos:
Format: Taschenbuch
Preis: (D) 8,99 €
Seiten: 320
Verlag: blanvalet
Erscheinungstermin: 8. Juni 2012
ISBN:
Kaufen beim: Verlag
Inhalt:
Die Wahlgroßstädterin Nele kehrt nach Jahren zurück in die Lüneburger Heide. Im Gepäck hat sie Tränen um den frisch verstorbenen Opa. Und seine Asche – die sie prompt im ICE vergisst. Daheim sind Oma und Großtante in heftigem Streit über den Grabstein entbrannt, und Neles Mutter verschwindet auf einen Selbstfindungstrip. Zu allem Überfluss erwartet Neles Jugendliebe Karl sie sehnsüchtig, dabei träumt sie doch von Paul, Opas attraktivem Anwalt – der ihr zudem noch ein paar Familiengeheimnisse enthüllt …

Meine Meinung zum Inhalt:
Ich sage gleich mal vorweg, dass ich aus der Lüneburger Heide komme. Dadurch sind mir viele Begriffe, die den Charme des Buches ausmachen, einfach geläufiger.
Ich bin mir nicht sicher, ob jeder das Gefühl und die Atmosphäre des Buches so nachempfinden kann, wie jemand der aus der Lüneburger Heide kommt. Durch das Buch habe ich mich sofort heimisch gefühlt! Begonnen habe ich das Buch noch in der Heimat auf dem Schützenfest. Dementsprechend hatte ich vor Augen wovor Nele geflüchtet ist und was sie insgeheim aber trotztem liebt und vermisst! Die Lüneburger Heide ist einfach ein Dorf voller Bauern (ausnahmen gibts immer). Man kann nichts verheimlichen, dafür kann man jederzeit jeden um Unterstützung bitten. Ich war immer wieder begeistert, wenn Orte wie die Autobahnauffahrt Garstedt genannt wurden und ich sagen konnte: Ja da war ich schon mal! Es war auch toll zu sehen, wie Nahe die Autorin an der Realität geblieben ist, denn vieles das erwähnt wurde gibt es so. Alles bis auf Neles Heimatort Nordgellersen. Den kenne ich persönlich nicht und auch Google Maps konnte nichts dazu finden.
Ihr habt bestimmt bemerkt, dass ich etwas ins Schwärmen über die Atmosphäre des Buches und die Lüneburger Heide gekommen bin.
Nun aber zur Geschichte: Diese war gespickt mit unheimlich interessanten Protagonisten, vielen Familiengeheimnissen und wunderbaren Wendungen. Ich konnte mich in die Protagonistin Nele gut hineinversetzen, denn ihre Gefühle waren meist nachvollziehbar. Vor allem das Gefühl der Liebe zum ersten Freund, dass in Wahrheit einfach nur das Nachtrauern nach vergangenen Zeiten war, hat bei mir eine kleine Erinnerungsflut ausgelöst. Neles Bruder, der homosexuelle Friseur, war für mich auch immer wieder witzig anzuschauen. Er wirkte so verständnisvoll und doch völlig fehl am Platz.
Negativ war definitiv, dass es einfach zu viel Familiengeheimnisse gab, immer wenn eins aufgeklärt wurde, wurde ein Neues angedeutet. Dadurch war ich am Ende einfach nicht mehr so neugierig, sondern habe es einfach hingenommen! Auch war das letzte große Geheimnis für mich nicht detailliert genug. Es sind einfach noch Fragen offen gelassen worden und das hat mich dann doch gestört!
Übrigens war die Suche nach Opa in der Tupperdose sehr lustig und ich musste einige Male laut lachen und Szenen meinem Freund vorlesen. Allerdings ist der Hauptstrang nach einer Weile vor lauter Liebeswirrwarr und Familiengeheimnissen zu einem Nebenstrang mutiert. Das fand ich doch etwas schade!
Abschließend kann ich aber sagen, dass die Autorin es geschafft hat die Atmosphäre der Lüneburger Heide mit all den komischen Eigenarten der Heidjer einzufangen. Die Geschichte war witzig und abwechslungsreich, allerdings an manchen Stellen einfach zu voluminös. Etwas weniger Geheimnisse rund um die Familien hätten es auch getan!

Fazit:
Eine Buchatmosphäre wie in der Lüneburger Heide, mit tollen Protagonisten aber einer etwas zu überladenden Geschichte!





Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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