Montag, 24. September 2012

Flammen über Arcardion von Bernd Perplies


Allgemeine Infos:
Format: Hardcover
Preis: (D) 19,99 €
Seiten: 528
Verlag: Egmont LYX
Erscheinungstermin: 13. September 2012
ISBN: 978-3-8025-8637-8
Kaufen beim: Verlag

Inhalt:
Die sechzehnjährige Carya lebt in einer Stadt die von dem Orden des Lux Dei regiert wird. Nach dem in einem großen Krieg weite Teile der Welt verwüstet wurde und die Völker sich weiterhin bekriegen, bietet der Orden der Bevölkerung einen sicheren Ort - Arcadion! Doch Arcadion scheint nur auf den ersten Blick sicher und fair! Als Carya droht Zeuge einer Folterung durch die Inquisition zu werden, begehrt sie gegen das System auf und befindet sich fortan auf der Flucht!

Meine Meinung zum Inhalt:
Als ich von dem Auftakt der Trilogie gelesen habe, war ich sofort Feuer und Flamme! Zwar hat mich der Titel des Buches und vor allem der Stadt Arcadion etwas gestört, da er mich stark an die Arkadien-Trilogie von Kai Meyer erinnert, aber davon wollte ich mir das Buch nicht schlecht machen lassen!
Nach dem ich nun viele positive Stimmen gehört habe, habe ich mich sehr auf diese düstere Dystopie gefreut. Leider war sie für mich dann einfach nur düster. Mir persönlich hat es einfach zu lange gedauert, bis sich die Liebesgeschichte aufgebaut hat! Und als Carya dem schwarzen Templer Jonah endlich näher kam, haben mich die Gefühle leider kalt gelassen. Ich konnte das Leid der Menschen und die Angst schwer nachvollziehen und auch das hineinversetzen in die Protagonisten ist mir sehr schwer gefallen! Ich fühlte mich in weiten Teilen regelrecht ausgeschlossen!
Hinzukommend hatte ich mit dem Schreibstil große Probleme! Der Autor Bernd Perplies versteht sich darin, extrem verschachtelte Sätze zu schreiben. 6 Kommata in einem Satz sind da leider keine Seltenheit. Mich hat diese teilweise sehr starkte Detailbesessenheit im Lesefluss gebremst und auch gestört. Da diese stark verschachtelten Sätze fast ausschließlich in dem Buch vorkamen, hatte ich wenig Spaß an der Geschichte!
Die Geschichte an sich war gut durchdacht und konnte mit einigen spannenden und unerwarteten Wendungen aufwarten! Die Zukunftsvision war für mich sehr realitisch! Dadurch habe ich einige Zeit darüber nachgedacht, wie wir ohne unsere heutige Technologie nur mit unserem Glauben an einen Orden leben würden! Für mich, ein durchaus interessanter Gedankengang!
Allerdings war ich doch schon sehr überrascht über die in dem Buch herrschende Gewalt. Der Autor hat bei einer stattfindenden Folterung kein Blatt vor den Mund genommen und alles haarklein erklärt! Von einem Romance-Verlag habe ich irgendwie etwas anderes erwartet: mehr Liebe - weniger Gewalt!
Abschließend möchte ich die Illustratoren des Buches loben! Das Cover ist gut durchdacht und sehr passend! Richtig richtig toll! Außerdem findet man in dem Buch eine Illustration der Engelsburg, sodass einem als Leser gleich zu Beginn klar gemacht wird, dass die Gesellschaft in dem Buch ohne Technologie auskommt!

Fazit:
Eine interessante Zukunftsvision, die mir aber durch den Schreibstil des Autoren zunichte gemacht wurde!




Tipp:
Auf der Autoren-Website von Bernd Perplies findet ihr Zusatzmaterial, wie z.B. das Symbol des Ordens. Einfach hier entlang: klick!

Die Trilogie:
Flammen über Arcadion
Im Schatten des Mondkaisers (März 2013)
Fortsetzung folgt




Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

1 Kommentar:

  1. Das ist ein Buch, da weiss ich jetzt nach deiner Rezi, dass ich die Finger davon lassen muss, weil ich mich nur ärgern würde. Bei der Inhaltsangabe hatte ich das Gefühl, das alles schon mehrfach gelesen zu haben. Schon wieder eine Dystopie mit einer Protagonistin, die flüchten muss, nachdem sie Zeugin eines schlimmen Ereignisses geworden ist, das ihr die Augen für das manipulative System öffnet. Ich mag ja Dystopien, aber irgendwie gibt es mir langsam deutlich zu viele, die alle gleich klingen. Und sich derart eng vom mittelalterlichen Rom und der dortigen Engelsburg inspirieren zu lassen, finde ich auch nicht sonderlich originell...

    LG, Julia

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