Dienstag, 9. Oktober 2012

Worm - der erste digitale Weltkrieg von Mark Bowden




Allgemeine Infos:
Format: Hardcover
Preis: (D) 19,90 €
Seiten: 288
Verlag: Berlin Verlag
Erscheinungstermin: 25. Februar 2012
ISBN: 978-3-8270-1065-0
Kaufen bei: Amazon




Inhalt:
Der amerikanische Journalist Mark Bowden beleuchtet in seinem Buch "Worm - der erste digitale Weltkrieg" die Entstehungsgeschichte des berühmten Wurms Conficker. Dabei geht er besonders auf die Arbeit der Computerexperten ein, die gegen den Wurm ankämpften.


Meine Meinung zum Inhalt:
Das Buch wirkte auf mich sehr gut recherchiert und der Autor hat es geschafft die IT-Begriffe verständlich zu erklären. Allerdings sollte ich hier erwähnen, dass ich in der IT-Branche tätig bin und mir die Begriffe meistens geläufig waren. Ich kann an dieser Stelle also nur für mich und mein Gefühl sprechen!
Trotz allem benötigte ich für dieses Buch Zeit! Denn zwar sind die technischen Vorgänge schon stark vereinfacht erklärt, aber trotz allem sind sie auf ihre Art wirklich kompliziert!
Besonders gut hat mir die Sichtweise des Autoren auf die Eigenarten der ITler gefallen. Mark Bowden hat es geschafft, darzustellen dass jeder seine komischen verqueren Sichtweisen hat, aber alle in Ausnahmesituationen an einem Strang ziehen! Dabei war der Autor stehts sachlich und hat selten seine persönliche Wertung des Geschehens eingebracht.
In dem Buch "Worm - der erste digitale Weltkrieg" wird natürlich nicht nur der technische Bereich beleuchtet, auch Zwischenmenschliche und politische Probleme werden aufgezeigt. Genau an diesen Stellen hat das Buch dann an Fahrt gewonnen.
Zwar ist die technische Brillanz des Entwicklers von Conficker wirklich beeindruckend, jedoch waren die Streitgespräche innerhalb der Confickerbekämpfungsgruppe oft viel interessanter. An vielen Stellen hat man als Leser einfach gemerkt, dass ITler es nicht gewohnt sind zusammenzuarbeiten und Alleingänge damit vorprogrammiert waren! Genau das hat der Geschichte aber ihre Würze gebracht! Ebenso interessant war die Zusammenarbeit der Freiwilligen mit Firmen wie z.B. Hersteller von Sicherheitssoftware, die Profit aus dem Wurm schlagen könnten. Dazu gibt es ein sehr intelligentes Zitat aus dem Buch:
"Angenommen, du wüsstest, dass das Haus von jemandem in Gefahr ist, Feuer zu fangen. Würdest du ihn dann einfach warnen oder versuchen, ihm diese Information zu verkaufen?" Bowden, Mark: Worm - der erste digitale Weltkrieg, Februar 2012, S. 193
Ich finde das Zitat stellt das Dilemma der Firmen da und erklärt auch, warum die Freiwilligen der Confickerbekämpfungsgruppe ihnen gegenüber so misstrauisch waren! Besonders interessant fand ich auch das Versagen der amerikanischen Behörden im Zusammenhang mit dem Wurm. Ich hätte niemals gedacht, dass der Heimatschutz so ignorant sein könnte...
Faszinierend für mich war, dass nach einer Weile der Kampf der Computerspezialisten zur Routine wurde und sogar Witze über den Conficker gerissen wurden, wie z.B. das Gedicht das ich weiter unten verlinkt habe!

Fazit:
Der Autor hat es geschafft aus einem Sachbuch über einen beeindruckenden Wurm ein Cyberkrimi zu machen!




Tipp:
Hier findet ihr das von mir oben angesprochene Gedicht: klick!





Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Kommentare:

  1. hmm ich fand, das Buch hatte zu viele IT-Begriffe. Die habe mich nur verwirrt und dadurch habe ich es nicht geschafft in die Geschichte einzutauchen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. hmm... ich hab in meiner Rezi vergessen zu erwähnen, dass ich aus der IT-Branche komme und mir die Begriffe dementsprechend oft auch schon geläufig waren...
      Ich änder das mal!
      Vielen Dank für deine Bemerkung, manchmal vergisst man solche Dinge zu erwähnen...

      Löschen

Vielen Dank für deinen Kommentar!
Schaue doch in ein paar Tagen noch einmal vorbei, dann findest du bestimmt eine Antwort von mir ;)

 
design by Skys Buchrezensionen