Dienstag, 6. November 2012

Pandemonium von Lauren Oliver




Allgemeine Infos:
Format: Hardcover
Preis: (D) 17,90 €
Seiten: 352
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungstermin:
November 2012
Kaufen bei: Amazon






Klappentext:
Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe.


Meine Meinung zum Inhalt:
Die Rezension zu Delirium ist im März diesen Jahres ja noch sehr kurz ausgefallen, ich vermute allerdings dass diese hier länger wird! Ich weise daraufhin, dass sie SPOILER zum ersten Teil enthalten kann! Wer Delirium noch nicht gelesen hat, sollte hier aufhören zu lesen!!!
Delirium hat mich damals sehr begeistert und doch nachdenklich zurück gelassen. Schließlich beruhen viele Streitigkeiten auf Liebe, das Unglücklich sein auf Liebeskummer, und vielem mehr. Die Idee der Autorin ist also denkbar  und etwas was mich zum Nachdenken angeregt hat! Selbst mein Freund, der sich sonst wenig merkt, konnte sich an die Geschichte erinnern!
Nach dem ich also von dem ersten Teil so begeistert war, habe ich Pandemonium entgegen gefiebert! Das lange warten hatte zum Glück ein Ende und ich habe das Buch nahezu sofort gelesen! Leider ist es dann aber wie mit der besten Freundin aus Kindertagen! Mein weiß, dass man sich eigentlich gut kennt und gerne mag, aber trotzdem ist so viel Zeit vergangen dass man sich fremd ist!
Die Protagonistin Lena und ich waren plötzlich kein eingespieltes Team mehr. Sie wirkte auf mich sehr zurückhaltend und unnahbar! Ich hab es bis zum Ende des Buches leider nicht mehr geschafft eine Beziehung zu ihr aufzubauen! Lenas Reaktionen waren leider oft absolut unverständlich und auch ihre Gedankengänge waren mir fremd. Natürlich habe ich verstanden, dass ein so schwerer Verlust, wie Lena ihn erlebt hat, einen Menschen verändert und abhärtet. Das Lena sich zurückzieht und niemanden an sich ranlassen möchte. Leider hat Lauren Oliver es jedoch auch geschafft, mich auszuschließen. Ich fühlte mich wie eine fremde Beobachterin, dabei wollte ich doch so gerne an Lenas Leben und ihrer Gefühlswelt teilhaben!
Die Idee der Geschichte an sich war durchaus gut und mit vielen unerwarteten Wendungen. Auch der Schreibstil der Autorin war toll, denn die Seiten flogen einfach nur so dahin.
Die stetigen Kapitelsprünge zwischen dem Damals und dem Jetzt der Geschichte waren wirklich spannend, so hat es mich natürlich besonders interessiert, wie Lena nach ihrer Flucht zurecht kam und wie sie den schweren Verlust verarbeitete! Auch die Einblicke in die Arbeit der Wiederstandskräfte waren toll, jedoch konnte die gut durchdachte Geschichte meine gestörte Beziehung zu Lena nicht wettmachen.
Wäre nicht das furchtbar interessante und spannende Ende mit diesem furchtbaren Cliffhanger würde ich die Reihe an dieser Stelle abbrechen, denn eine Protagonistin die sich vor mir als Leser abschottet möchte ich nicht weiter beobachten!

Fazit:
Eine tolle, gut durchdachte Geschichte, jedoch hat mich die Protagonistin Lena leider die meiste Zeit aus ihrem Leben und aus ihrer Gefühlswelt ausgeschlossen!



Zusatz:
Positiv hervorheben möchte ich gerne an dieser Stelle, dass das eBook diesmal immerhin  fast 5 € (12,99 €) günstiger ist. Das finde ich wirklich toll :)

Die Trilogie:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem (englischer Titel, Erscheinungsdatum unbekannt)

Kommentare:

  1. Mich konnte die Fortsetzung bis heute leider nicht so reizen und ich habe das Buch noch nicht mal gekauft. Und auch deine Rezension weckt mein Interesse nicht unbedingt - ich mochte Lena nämlich auch und dass zu ihr so eine Distanz zu herrschen scheint ist schon schade... Naja, vielleicht warte ich ja noch das Erscheinen von Teil 3 ab und lese dann beide in der Hoffnung, dass sich das Verhältnis zu Lena wieder bessert.
    Liebe Grüße

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    1. tja,
      sie fällt halt in diesen Liebeskummerstrudel ähnlich wie bei Twilight im zweiten Teil. Allerdings zieht sie sich stark zurück, sodass ich mich ausgeschlossen fühlte... Bei Twilight habe ich mitgefühlt und durchgeheult ;)

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  2. Das Ende ist aber auch sowas von mies!
    Ich hatte mich sofort in die starke "neue" Lena verliebt. Die war mir wesentlich sympathischer als das kleine kitschig-verliebte Etwas aus Band 1. Daher hat mir Pandemonium besser gefallen als Delirium.

    Mich konnten auch die "Jetzt" mehr überzeugen als die "Damals"... Dass sie sich entwickelt hat, konnte man ja sehen... überlebt hat sie auch... Der Rest hat mich nicht interessiert :-D

    Aber Kay sieht das gerade ganz anders. Der ist fasziniert von den "Damals" :-)

    glg
    Steffi

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    1. *hihi* ich glaube an dem Buch scheiden sich auch etwas die Geister.
      Mir hat gerade dieses kitschige gefallen und genau deswegen wollte ich weiter lesen.. und wenn man mir gerade das schönste am Buch wegnimmt *seufz*

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Vielen Dank für deinen Kommentar!
Schaue doch in ein paar Tagen noch einmal vorbei, dann findest du bestimmt eine Antwort von mir ;)

 
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