Montag, 3. Dezember 2012

Todessymphonie von J. T. Ellison



Allgemeine Infos:
Format: Taschenbuch
Preis: 8,99 €
Seiten: ca. 364
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Klappentext:
Er sperrt sie in einen gläsernen Sarg. Er lässt sie verhungern. Er vergeht sich an ihnen. Er nennt sich der Dirigent. Ein totes Mädchen. Drapiert wie auf einem alten Gemälde. Dazu spielt klassische Musik. Schnell ist klar, dies ist das Werk des Dirigenten. Eines Psychopathen, der sich junge Frauen greift und sie in einem gläsernen Sarg verhungern lässt, bevor er sich an ihnen vergeht. Und der sein Unwesen offensichtlich nicht nur in Nashville treibt. Bald werden in Italien ganz ähnlich hergerichtete Opfer gefunden. Handelt es sich wirklich um einen international agierenden Serienmörder? Oder liegen hier zwei Künstler im Wettstreit um das ultimative Meisterstück? Gemeinsam mit FBI-Profiler John Baldwin und einem Kollegen von Scotland Yard wird Taylor Jackson nicht eher ruhen, bis sie den Mörder gefasst hat.

Meine Meinung zum Buch:
Mich hat bei diesem Buch der Titel sofort angesprungen. Ich finde es immer wieder spannend, wenn blutige und spannende Thriller einen Bezug zur Musik haben. Das Cover versprach mir wenigstens schon mal einen blutiges Buch und der Klappentext lies auf eine spannende Geschichte schließen.
Leider ist der Klappentext recht irreführend, denn gleich zu Beginn erfährt der Leser, dass der "Dirigent" nicht alleine agiert, sondern sich im Internet austauscht. Durch diese Einblicke bekam ich als Leser sehr viel Hintergrundwissen zu den Morden, dem Fortgehen und vor allem auch zum Versteck der Mädchen. Das ist immer etwas was mich stark stört, denn ich liebe es den Täter zu erraten und auf falsche Fährten gelockt zu werden. Dies ist aber durch die Aufmachung des Thrillers leider nicht möglich.
Die Protagonisten waren wirklich sehr gut gezeichnet. Die Polizistin Taylor Jackson hat eine interessante berufliche Laufbahn verfolgt, die dann durch eine bestimmte Tat vorzeitig beendet wurde. Dadurch verliert sie ihre Führungsposition und arbeitet wieder als Detektive. Nach und nach werden im Buch weitere Informationen zu ihrer Karriere und ihrem Privatleben preisgegeben, sodass ich als Leserin immer neugierig war und sie näher kennen lernen wollte. Ihr Verlobter FBI-Profiler John Baldwin wirkte auf mich wie eine starke und höchst intelligente Persönlichkeit. Einfach der perfekte Ermittler.
Lediglich der Kollege von Scotland Yard gefiel mir gar nicht und war mir höchst suspekt. Als Leserin bekam ich Einblicke in seine teilweise düstere Gedankenwelt. Dies machte ihn mir sehr unsympathisch, allerdings hatte ich das Gefühl, dass das von der Autorin J. T. Ellison auch beabsichtig war.
Der Fall rund um den Dirigenten war gut durchdacht und sehr spannend. Es war interessant zu sehen, welche kleinen Fehler manchmal zu großen Hinweisen führten. Lediglich das Täterwissen von einem selber störte mich stark. Auch die Nebengeschichten der Protagonisten waren sehr interessant. Schließlich hatte Taylor Jackson zu Beginn nicht nur mit einem neuen Vorgesetzen und einem neuen Partner zu kämpfen. Sie wird auch noch von einem noch nicht gefassten Serienmörder bedroht.
Alles in allem ist es ein spannender Thriller, der einen in die dunkelsten Fantasien des Menschen entführt. Die Geschichte lebt teilweise auch sehr stark von den Protagonisten und deren Geschichte, doch leider verliert die Autorin dort auch so manches mal den eigentlichen Fall aus den Augen.
Positiv möchte ich noch hervorheben, dass es kaum zu spüren war das dieses Buch zu einer Reihe rund um Taylor Jackson gehört. Natürlich fehlt einem manches mal ein bisschen Hintergrundwissen, doch die Autorin schafft es geschickt einen über die Vergangenheit zu informieren. Ich werde J.T. Ellison nun definitiv im Auge behalten!

Fazit:
Ein gut durchdachter, spannender Thriller. Allerdings verliert sich die Autorin etwas in den Nebensträngen der Geschichte!



Kommentare:

  1. Ich mag Thriller, die teilweise aus der Sicht des Täters geschrieben sind, auch nicht so gern. Einerseits weil dadurch halt vieles frühzeitig bekant wird und so die Spannung leidet, andererseits zweifle ich auch etwas daran, ob man wirklich etwas über die Innensicht eines solchen Menschen sagen kann oder ob nicht vieles nur "Psychoquatsch" ist...

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  2. hmmm... deinen zweiten Gedankengang finde ich sehr interessant... Da habe ich ehrlich gesagt noch nie wirklich drüber nachtgedacht..

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Vielen Dank für deinen Kommentar!
Schaue doch in ein paar Tagen noch einmal vorbei, dann findest du bestimmt eine Antwort von mir ;)

 
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