Mittwoch, 9. Januar 2013

Playground von 50 Cent





Allgemeine Infos:

Format: Paperback
Preis: 13,95 €
Seiten: ca. 192
Kaufen beim: Amazon





Klappentext:
Du kannst es schaffen! Der 13-jährige Burton ist alles andere als cool: schwarz, dick, ein totaler Außenseiter. Er hasst die Schule, die trost­lose New Yorker Vorstadt, seine kaputte Familie, und er hasst seinen Spitznamen: Butterball. Als er einen Mitschüler brutal verprügelt, gewinnt er kurz­zeitig den Respekt einer Straßengang. Dafür droht jetzt der Schulverweis. Außerdem verdonnert die Schule Butterball zu einer Gesprächstherapie. Doch er denkt gar nicht daran, sich der Psychologin Liz zu öffnen. Denn er hatte gute Gründe für die Tat. Und ­manche Ereignisse kann man eben nicht erzählen … Manche Geschichten dagegen muss man erzählen. Butterballs Schicksal ist eine davon.

Meine Meinung zum Buch:
Als ich hörte, dass 50 Cent ein Buch geschrieben hat, war ich doch etwas irritiert. Ein harter Rapper schreibt ein Jugendbuch? Na das kann ja heiter werden!
Von dem nicht besonders seitenstarken Ergebnis bin ich aber mehr als positiv überrascht. Zwar hat er das Buch mit Hilfe der Autorin Laura Moser geschrieben, aber man kann trotzdem seine Geschichte erkennen.
Habe ich doch dank 50 Cents Rapperkarriere frauenfeindliche Geschichten mit viel Gewalt erwartet, erwartete mich eine einfühlsame Geschichte über einen eigensinnigen Jugendlichen. Die Geschichte dreht sich rund um eine Prügelei, bei der der Hintergrund zu Anfang nicht beleuchtet wird. Man bekommt Einblicke in die Gefühlswelt des Protagonisten Burton, der sich selbst aber nur als Butterball vorstellt. Eigentlich ist er ein gefühlvoller, netter, ein bisschen pummeliger Außenseiter. Durch eine sehr einseitige Prügelei wird er plötzlich von den "coolen" Jungs beachtet und unter die Fittiche genommen. Doch die Prügelei hat für Butterball nicht nur positive Aspekte: er muss zu einer Therapeutin um seine Wut aufzuarbeiten. Wie jeder Jugendliche wehrt er sich dagegen und versucht die Therapeutin nicht an sich heranzulassen, jedoch liegt ihm durch die Trennung der Eltern, den Schulwechsel und ein Geheimnis der Mutter so sehr auf der Seele, dass ihm ein paar Bemerkungen herausflutschen.
Während der recht kurzen Geschichte bekommt man einen Eindruck, wie schnell ein Jugendlicher in die falsche Richtung durch falsche Freunde abdriften kann. Unter seinen neuen Freunden ist Burton nur mit den neusten Markenklamotten cool und wird zu Gewalttaten angestiftet.
Jedoch wird auch erzählt wie unsicher er in Wahrheit ist und das er sich eigentlich nur nach einer heilen Welt ohne Hänseleien und mit echten Freundschaften sehnt.
Die Auflösung der Geschichte hat mich wirklich überrascht, aber ich finde das sie aufzeigt wie man sich aus der Gewaltspirale lösen kann und das Leben doch noch den richtigen Weg nimmt.
Natürlich ist dieses Buch keine schriftstellerische Bestleistung und auch die Geschichte ist nur bedingt etwas besonderes. Ich bin jedoch der Meinung, dass der Autor seinen berühmten Namen an dieser Stelle richtig einsetzt. Denn vielleicht gibt es ein paar Teenies die durch den Rapper 50 Cent auf das Buch aufmerksam werden und durch das lesen merken, dass man tatsächlich lieber erst Dinge hinterfragt bevor man vorschnell mit Gewalt oder ähnlichem reagiert.

Fazit:
Auch wenn 50 Cent das Buch nicht alleine geschrieben hat, muss ich an dieser Stelle in guter deutscher Manier: Respekt Alter! sagen ;)

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