Donnerstag, 6. Juni 2013

Das Nebelhaus von Eric Berg




Das Nebelhaus von Eric Berg

Einzelband
Verlag: Limes
Paperback, ca. 416 Seiten
ISBN: 978-3809026150
Preis: 14,99 €

Klappentext:
Seit Jahren haben sich die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie aus den Augen verloren. Als sie sich im Internet wiederbegegnen, verabreden sie sich für ein Wiedersehen auf Hiddensee. Doch das Treffen endet mit einem grauenvollen Verbrechen: In einer stürmischen Septembernacht werden drei Menschen erschossen, eine Frau wird schwer verletzt und fällt ins Koma.
Zwei Jahre nach dem Massaker beginnt die Journalistin Doro Kagel, den Fall neu aufzurollen. Nach und nach kommt sie den tatsächlichen Geschehnissen jener Nacht auf die Spur, und bald keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht auf …

Meine Meinung zum Buch:
Diese Rezension will ich schon seit einer Ewigkeit schreiben, habe jedoch Angst das sie dem Buch nicht gerecht wird. Eric Berg hat mich wider erwarten absolut in Atem gehalten und mich immer wieder neu verwirrt. Ich hätte niemals gedacht dass mir ein Kriminalroman am Ende wirklich so gut gefällt, denn eigentlich klingt der Klappentext nach nichts Besonderem.
Doch der Autor hat durch seine unheimlich bildhafte Sprache aus "Das Nebelhaus" ein ganz besonderes Erlebnis gemacht. 
Ich habe mir unheimlich viele Zitate aus dem Buch herausgeschrieben und bin immer noch begeistert wenn ich sie lese!
Ich hatte als Leser die ganze Zeit das Gefühl, dass Eric Berg ein ganzes Stück von sich selbst in das Buch hineinbringt, was an einzelnen Textpassagen immer wieder deutlich wurde:

Wie fast alle Schriftsteller schrieb er zum Teil deswegen, weil er in seinen Texten Gefühle leben und Taten vollbringen konnte, zu denen er sonst nicht fähig war oder die er sich verbot.
Eric Berg: Das Nebelhaus, S. 92 

Für mich war es einfach toll, dass ich selber mit raten konnte und die Protagonistin Doro Kagel oft meine Gedankengänge aufgegriffen und recherchiert hat. Irgendwie hat der Autor es einfach geschafft, mich glauben zu lassen das es meine eigenen Ideen und Einfälle waren, obwohl er mich im Geheimen durch die Geschichte gelenkt hat.

Das Lob eines geliebten Menschen ist ein Pokal aus reinem Gold.
Eric Berg: Das Nebelhaus, S. 328 

Für mich war es faszinierend zu sehen, welche Position ich selber zu den Attentaten eingenommen habe. Als ich zu Beginn von der Tat gelesen habe, war ich schockiert und habe den angeblichen Mörder verurteilt. Aber mit jedem kleinen Puzzlestück hat sich meine Einstellung geändert. Zuerst war mir der Mörder unsympathisch, dann dachte ich das die Tat jemand anders begangen hätte, dann war ich wieder beim ursprünglichen Täter.
Es war ein einziges hin und her und die Auflösung am Ende war wirklich so simple und doch so versteckt und erschreckend. 
Und nie hat mich ein letzter Satz in einem Buch so zum schmunzeln aber auch nachdenken gebracht! Ich kann euch versprechen, dass auch ihr überrascht von ihm sein werdet - ihr müsst "Das Nebelhaus" nur lesen!

Fazit:
Ich kann kaum in Worte fassen, wie gut mir "Das Nebelhaus" gefallen hatte!
Ein unglaublich spannender Kriminalroman, der ein bedrückendes Gefühl hinterlässt!




Übrigens findet ihr hier ein ganz tolles Interview mit dem Autoren: klick. Dort erfahrt ihr zum Beispiel das Eric Berg früher mal Model war!
Probelesen und kaufen könnt ihr das Buch hier: Klick!

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