Sonntag, 2. Juni 2013

Himmelskinder von Marion Feldhausen




Himmelskinder von Marion Feldhausen

Auftakt einer Reihe
Verlag: blanvalet
Taschenbuch, ca. 320 Seiten
ISBN: 978-3442378364
Preis: 8,99 €
Klappentext:
Ein Mann liegt leblos in einem Hotelzimmer; ein unbekleidetes Mädchen wird in einem Gebüsch gefunden, sie ist halbtot. Akkordeonist und Kriminalpolizist Alvermann und seine Mannschaft kommen auf die Spur einer skrupellosen Menschenschlepperbande, die Mädchen aus Osteuropa nach Deutschland bringt und sie dort prostituiert. Im Laufe ihrer Ermittlungen stößt die Karlsbacher Kripo auf eine gut funktionierende Seilschaft in höchsten Politiker- und Justizkreisen, deren Mitglieder schon vor Jahren Stammgäste in einem Kinderbordell waren …

Meine Meinung zum Buch:
Von "Himmelskinder" habe ich mir so viel erhofft, aber leider wurde ich bitterlich enttäuscht. Allgemein gehe ich ja schon mit leichten Vorurteilen an deutsche Psychothriller heran. Oft habe ich Probleme damit, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann das so etwas Schreckliches bei uns in Deutschland passiert. Bei Marion Feldhausens Reihenauftakt hatte ich ähnliches vermutet. Vor allem hatte ich Angst, dass mir die Brutalität gegenüber Kindern viel zu sehr ans Herz geht!
Bei den ersten paar Seiten sah ich meine Vermutungen schon bestätigt, allerdings wendete sich dann schlagartig das Blatt. Begann das Buch mit viel Brutalität und Szenen, bei denen ich kaum weiterlesen mochte flachte es kurz danach zu einem langweiligen Roman ab.
Alles drehte sich nur noch um Kommissar Alvermann, der wahnsinnig inkompetent und unkonzentriert wirkte. Der Fall an sich und vor allem die Anfangsszene gerieten vollkommen aus dem Blickfeld. Die Ermittlungsarbeiten wirkten unrealistisch und zurückgeblieben. Es wurde jedes Klischee, wie z.B. die obligatorische Pommesbude gegenüber des Polizeipräsidiums, bedient.
Aber eines der größeren Probleme war dann definitiv der Klappentext. Der scheinbar dichte Kreis aus Politiker und Justizmitarbeiter die die Ermittlungen boykottieren, hätte der Geschichte noch eine interessante Wendung geben können. Da aber der Verlag sich entschieden hat diese Wendung schon auf dem Buchrücken zu verraten, ist auch der letzte Pfiff verloren gegangen. Das Buch wirkte auf mich nur noch flach und die Wendungen konnten mich nicht mehr überraschen.
Alles war sehr vorhersehbar und ich war einige Male kurz davor das Buch einfach abzubrechen.
Selten hat mich ein Buch mit solch einem heftigen Thema so kalt gelassen!

Fazit:
Das Buch fing als Psychothriller an, verkam schnell zu einem Krimi und war am Ende dann doch nur ein Roman! Selten habe ich ein so langweiliges und vorhersehbares Buch aus diesem Genre gelesen!


Übrigens ist Anfang März die Fortsetzung der Reihe rund um Kommissar Alvermann namens "Friedensengel" erschienen!

1 Kommentar:

  1. Ach je, wieder einer dieser Krimis, die schon fast alles auf dem Klappentext ausplaudern. Ich hasse sowas...

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Vielen Dank für deinen Kommentar!
Schaue doch in ein paar Tagen noch einmal vorbei, dann findest du bestimmt eine Antwort von mir ;)

 
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