Dienstag, 26. November 2013

In manchen Nächten von Monica Kristensen




2. Teil der Spitzbergen-Reihe
Verlag: btb
Taschenbuch, ca. 352 Seiten
ISBN: 978-3-442-74633-0
Preis: 9,99 €

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Klappentext:
Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus: In Barentsburg, der russischen Enklave auf Spitzbergen, wird eine männliche Leiche gefunden. Der 53jährige Ivan Makanin hatte einen Arbeitsunfall, war in einen großen Betonmischer gefallen. Reine Routine. Um die Formalitäten abzuwickeln, wird Kommissar Knut Fjeld vom Festland auf die ablegene Insel geschickt. Doch der wird schnell stutzig, denn die Hände des Toten wurden gebrochen. Beim Versuch, aus der Trommel zu steigen? Und das ist nicht die einzige Merkwürdigkeit, auf die der wachsam gewordene Kripobeamte stößt. Unversehens sieht er sich einer eingeschworenen Gemeinschaft gegenüber, die vor allem eines grandios beherrscht: das Schweigen …

Meine Meinung zum Buch:
In dem zweiten Kriminalroman der berühmten Polarforscherin Monica Kristensen gibt es ein wiedersehen mit der kalten Landschaft rund um Spitzbergen. Wie schon im Auftakt der Spitzbergen-Reihe konnte ich wieder die Detailverliebtheit der Autorin bewundern, denn die Landschaftsbeschreibungen sind wirklich grandios. Ich konnte in diese richtiggehend eintauchen, sodass ich jeden Moment damit rechnete, dass ein Eisbär am Horizont auftaucht.
Leider konnte die Autorin die Begeisterung für die Gegend rund um Spitzbergen nicht in dem Mordfall umsetzen. Der mysteriös klingende Arbeitsunfall klang zu Beginn der Geschichte durchaus interessant und man hatte als Leser sofort das Gefühl, dass dort etwas nicht stimmt. Jedoch konnte die Autorin die Spannung leider nicht halten. Viel zu oft verlor sie sich in Beschreibungen der Umgebung und verlor den eigentlichen Kriminalfall aus den Augen. Alles in allem blieb die Geschichte rund um den angeblichen Arbeitsunfall nur fade und unscheinbar.
Meiner Meinung nach steckt viel ungenutztes Potential in Monica Kristensen. Vielleicht steht der Autorin ihre Liebe zu Spitzbergen einfach im Weg. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass sie sich mit einem anderen Handlungsort ehr auf den Kriminalfall konzentrieren könnte. So klingt es manchmal einfach nur wie ein Reiseführer in Romanform, der noch ein bisschen geheimnisvolle Stimmung mitbringt!
Leider konnten auch die Protagonisten das Ruder nicht mehr umreißen. Der in "In manchen Nächten" hauptsächlich ermittelnde Komissar Knut Fjeld ist die meiste Zeit in einem Alkoholdelirium und völlig blau. Er wirkt auf mich für seinen Beruf absolut ungeeignet und begeht ständig tollpatschige Fehler. Um in eine Geschichte richtig eintauchen zu können, brauch ich jedoch einen Protagonisten der mir wenigstens minimal sympathisch ist. Das fehlt aber in diesem Buch leider völlig!
Schlussendlich kann ich nur sagen, dass schöne Landschaftsbeschreibungen, unsympathische Protagonisten und ein öder Kriminalfall mich nicht zum weiterverfolgen der "Spitzbergen-Reihe" überreden konnten.

Fazit:
Die Liebe zu Spitzbergen scheint die Autorin von dem Schreiben eines Kriminalfalles stark abgelenkt zu haben! Ehr ein schöner Reiseführerroman als ein mysteriöser Kriminalroman!







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