Freitag, 27. Dezember 2013

Brixton Hill von Zoe Beck






Einzelband
Verlag: Heyne
eBook, ca. 384 Seiten
ISBN: 978-3-453-41042-8
Preis: 8,99 €

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Klappentext:
London, in einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf: Erst fällt die Klimaanlage aus, dann der Strom. Sämtliche Ausgänge sind verriegelt, und Rauch strömt aus den Belüftungsschächten. Em muss hilflos zusehen, wie ihre Freundin im 15. Stock panisch ein Fenster zertrümmert und hinausspringt. Kurz darauf wird Em verhaftet. Sie soll sich in die Computer des Gebäudes gehackt und die Freundin dadurch in den Tod getrieben haben. Jemand spielt ein falsches Spiel. Und macht Jagd auf Em …



Meine Meinung zum Buch:
Deutsche Thriller-Autoren und ich passen leider in den seltensten Fällen richtig gut zusammen. Oft mangelt es dort an der nötigen Raffinesse und alles ist oft sehr vorhersehbar. Zoe Beck sticht aus der Masse für mich jedoch sehr stark hinaus.
Ihre Bücher sind oft sehr gut recherchiert und machen einem Lust auf den Spielort des Buches. Die Kriminalfälle sind einzigartig und man wird als Leser ständig hinters Licht geführt. So ist es auch in “Brixton Hill”. Brixton Hill ist ein heruntergekommener Stadtteil in London, mit dem ich vorher noch nie konfrontiert wurde. Trotzdem konnte ich die Trostlosigkeit und Perspektivlosigkeit des Stadtteils regelrecht spüren. Wer kennt sie schließlich nicht - die Schandflecken der Stadt, die durch Neubauten zu neuem Leben erweckt werden sollen. Für die einen ein Segen, für die ehemaligen Bewohner natürlich ein Fluch.
Das krasse Gegenteil ist da natürlich der Stadtteil aus dem die Protagonistin Em kommt - es wimmelt dort nur von Luxushäusern, die sich die wenigsten noch leisten können. Em jedoch verdient ihr Geld mit dem organisieren von Partys und stammt aus einer reichen, angesehenen Bankersfamilie. Um so unglaublicher ist es, dass sie unter Mordverdacht an ihrer Freundin steht. Niemand glaubt an ihre Unschuld, biss sie in Brixton Hill auf Menschen trifft die selber oft Opfer der Willkür der Besserverdiener geworden sind. Eine Gegend die für sie früher unheimlich und abartig war, wird nun ihre einzige Hoffnung.
Zoe Beck hat es in ihrem neuesten Buch geschafft, ein tolles Portait der Stadt Landon und ihrer Bewohner zu zeichnen. Jede Buchfigur ist für sich einzigartig und wirkte auf mich absolut lebendig. Der Kriminalfall wirkte auf mich absolut fesselnd und auch ich hatte manches Mal Zweifel an Ems Unschuld, obwohl man als Leser ihr die ganze Zeit über die Schulter guckt.
“Brixton Hill” trieft nur so vor Intrigen und spricht aktuelle Probleme der heutigen Gesellschaft deutlich an. Nie habe ich mir mehr Gedanken zu dem unfreiwilligen Umsiedeln von Geringverdienern und den Auswirkungen gemacht als während des Lesens dieses Buches. Die Autorin hat einfach das Talent, mich zum Nachdenken zu bringen ohne das es Auswirkungen auf die Spannung des Buches hat.

Fazit:
Ein spannendes Verwirrspiel, dass mich total begeistert hat! Ein Krimi der Meisterklasse.

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