Dienstag, 11. März 2014

Pinguine lieben nur einmal von Kyra Groh





Einzelband
Verlag: blanvalet
Taschenbuch, ca. 384 Seiten
ISBN: 978-3-442-38044-2
Preis: 9,99 €

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Klappentext:
Felicitas (nur ihre Mutter nennt sie so, ihre Freunde sagen Feli zu ihr) ist kompliziert. Ordnung findet sie überbewertet. Deshalb hat sie auch kein Bücherregal. Und sie schämt sich nicht dafür, dass sie süchtig nach dem sat1 „Family Movie” am Dienstag ist, der so schön vorhersehbar ist – Happyend garantiert! Denn leider passiert es nicht oft, dass die Dinge so laufen, wie sie das gerne hätte. Lange dachte Feli, dass es Prinzessinnen-und-Prinz-auf-weißem-Ross-Beziehungen nur im Fernsehen gibt – bis sie Janosch vor die Füße fällt … Und so fangen doch die großen Liebesgeschichten an oder etwa nicht?

Meine Meinung zum Buch:
Endlich mal eine Buchheldin die nicht Anfang oder Ende 30 ist. Feli ist 20 Jahre jung und im dritten Semester ihres Anglistik-Studium. Als Leserin hatte ich oft den Eindruck, dass Feli noch nicht genau weiß wohin sie mit ihrem Leben will und deswegen stapft sie unorganisiert und chaotisch durch die Welt.
Für mich ist sie damit eine Protagonistin, mit der ich mich unheimlich gut identifizieren kann. Feli sucht nämlich nicht den Mann fürs Leben, den sie von der Stelle weg heiraten kann um dann schon die ersten Kinder in die Welt zu setzen. Nein, sie sucht einfach nur nach Liebe.
Für mich ist damit "Pinguine lieben nur einmal" das perfekte Buch für junge Frauen, die gedanklich noch keine Familie gründen wollen sondern lediglich den Zauber des Verliebtsein nachempfinden wollen.
An Feli als Person musste ich mich jedoch erstmal gewöhnen. Ich hatte das Gefühl von ihr ohne Punkt und Komma zugequasselt zu werden, sodass mir manchmal die Luft zum Atmen fehlte. Sie ist eine aufgeweckte junge Frau, die aber trotzdem in Bezug auf Männern sehr schüchtern ist und sich auch gerne schlechter macht, als sie ist.
Als sie dann Janosch begegnet fängt das Chaos aber erst richtig an. Voller Überschwang meint sie gleich zu Beginn, sich in den neuen Hausbewohner verliebt zu haben. Genau wie ihre beste Freundin hatte ich ein bisschen zweifel, ob Feli nun wirklich in Janosch verliebt ist oder ob sie ihre Gefühle nicht mit Mitleid und Bewunderung verwechselt. Janosch ist nämlich blind und Feli bewundert sein zurechtkommen in der Welt, wie zum Beispiel das sortieren der DVD-Sammlung und und und.
Ich bin absolut begeistert von dem ironischen Schreibstil der Autorin und der Art, wie das Buch aufgebaut ist. Kyra Groh hat ihre Protagonistin Feli gleich zu Beginn erklären lassen, dass ihre Liebesgeschichte mit Janosch einem Dienstag-Familienfilm von Sat 1! In dem 1. Akt findet die Vorstellung der Protagonisten statt, Akt 2 beschäftigt sich mit der ersten Begegnung, in Akt 3 kommt es dann zu den großen Gefühlen um dann in Akt 4 die Liebe zersplittern zu lassen, die dann in Akt 5 wieder zusammengefügt wird.
Als Leserin wurde mir zu Beginn praktisch das Ende bereits verraten, aber auf der anderen Seite erwartet man bei einem Frauenroman auch kaum ein anderes Ende. Für mich war der Weg dorthin durchaus spannend und als die Beziehung zwischen Janosch und Feli so wohlig und heimlig war, sollte der 4. Akt beginnen. Mir fiel es unheimlich schwer nun in die angekündigte Tragödie zu springen und hätte am Liebsten das Buch abgebrochen um diese Idylle nicht zu zerstören.
Zwar habe ich schlussendlich weitergelesen aber ich war dann total froh als im 5. Akt die Versöhnung anstand.

Fazit:
Ein toller Frauenroman für junge Frauen, die noch kein Heiraten im Kopf haben sondern lediglich auf der Suche nach schönen Liebesgeschichten sind!


Kommentare:

  1. Ich habe das Buch bereits gelesen, habe allerdings ein paar Punkte abgezogen. Mir ist die ewige Meckerei von Janosch total auf die Nerven gegangen. Klar, er ist in einer "schwierigen Situation", aber wie er manchmal mit Feli umgegangen ist, nun, das fand ich nicht so nett.
    Hab einen schönen Tag
    GLG
    Kitty

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    1. Liebe Kitty,
      ja der Janosch konnte einen manchmal zur Weißglut treiben :) Mich hat er nur ständig zum Augenrollen gebracht und ich glaube auch, dass die Geschichte manchmal nicht so gut Funktioniert hätte wäre der liebe Janosch nicht so anstrengend ;)
      Liebe Grüße
      und ein tolles Wochenende!
      Julia

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Vielen Dank für deinen Kommentar!
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