Sonntag, 2. März 2014

Sternenfeuer - Vertraue Niemandem
von Amy Kathleen Ryan





Teil 2 der Sternenfeuer-Trilogie
Verlag: Droemer Knaur
Hardcover, ca. 432 Seiten
ISBN: 978-3-426-65327-2
Preis: 16,99 €

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Klappentext:
Aus der Reise des Raumschiffs Empyrean zu einem weit entfernten Planeten ist ein Kampf um Leben und Tod geworden: Kieran ringt mit der Verantwortung, die als neuer Kommandant auf seinen Schultern lastet; Waverley muss alles daransetzen, ihre entführten Eltern zu befreien; und Seth, der in einer Arrestzelle eingesperrt ist, ahnt als Einziger, dass es einen blinden Passagier an Bord gibt, der nicht eher ruhen wird, bis er die Empyrean vernichtet hat …

Meine Meinung zum Buch:
Schon bei dem Trilogieauftakt "Sternenfeuer - Gefährliche Lügen" konnte der Funke schlussendlich nicht überspringen. Nachdem ich aber an einigen Stellen gehört habe, dass der zweite Teil "Sternenfeuer - Vertraue niemanden" rasanter und dunkler als der erste Teil sein sollte, habe ich beschlossen mich ins Vergnügen zu schmeißen.
Allerdings habe ich nicht mit der riesigen und vor allem negativen Veränderungen der Protagonisten gerechnet. Die Fronten zwischen Waverly und Kieran, dem einstigen Liebespaar, scheinen verhärtet. Sie schotten sich und ihre Gefühle voreinander und irgendwie auch vor mir ab. Ich hatte das Gefühl die Beiden nicht wieder zu erkennen und war furchtbar frustriert.
Waverly wirkte im Trilogieauftakt noch so warmherzig und offen auf mich. In Sternenfeuer - Vertraue niemanden ist sie jedoch ganz groß darin, anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Sie hegt zahlreichen Leuten Rachegelüste gegenüber und niemand kann es ihr recht machen. Besonders von Kieran ist sie ständig enttäuscht. Auf mich wirkte sie völlig kompromisslos und nicht Reflexionfähig.
Wenn mir ein Protagonist entgleitet, ist es meist kein Problem für mich. In diesem Buch hat es Amy Kathleen Ryan jedoch auch geschafft die Verbindung zwischen mir und dem Protagonisten Kieran zu kappen.
Der junge Mann leidet unter Wahnvorstellung und vermutet hinter jeder Aussage und Tat seiner Crewmitglied einen Angriff auf sich und seine Position als Kapitän des Raumschiffes. Sein Verhalten wirkte auf mich oft unglaublich paranoid und auch unsicher. Er ist unheimlich von sich selbst eingenommen und ist nicht mehr fähig anderen zu Vertrauen. Sein Führungsstil an Bord der Empyrean wirkt diktatorisch und hat für mich oft einen bitteren Beigeschmack.

"Sie hatte einen Menschen gefoltert."
Amy Kathleen Ryan: Sternenfeuer - vertraue niemandem, Seite 298

Das große Problem dieses Buches war für mich also die fehlende Verbindung zu den Protagonisten. Meiner Meinung nach lebt ein Buch von facettenreichen Protagonisten, die mich an die Hand nehmen und mir ihre Rolle in der Geschichte zeigen.
Da Waverly und Kieran sich mir gegenüber sehr distanziert verhalten haben, hatte ich das Gefühl in einem Raumschiff voller Intrigen und Rachegefühlen eingesperrt zu sein. Etwas allein gelassen habe ich also das Raumschiff erkundet. Sprühte es im Trilogieauftakt noch voller Leben und begeisterte mich mit kreativen Ideen, wie zum Beispiel dem Rohstoffanbaue, liegt der Hauptaugenmerk nun auf der Verfolgung des zweiten Raumschiffes. Auf ihm sind die Eltern der auf der Empyrean lebenden Kinder gefangen.
Doch nicht nur die Befreiung der Eltern stellt die Kinder vor eine kaum lösbare Aufgabe, auch als klar wird, dass ein blinder Passagier auf der Empyrean sein Unwesen treibt, geht es drunter und drüber.
Für mich war es unheimlich spannend zu sehen, wie sich die einzelnen Kinder unter Druck verhalten. Manche reagierten verängstigt, suchten auf Teufel komm raus einen Schuldigen und waren zu keinem logischen Denken mehr fähig und andere, wie zum Beispiel auf Seth kamen zur Besinnung und hatten durchaus gute Lösungsansätze.
Vor allem in Bezug auf den blinden Passagier gingen die Meinungen der Raumschiffbesatzung weit auseinander. Die einen konnten und wollten nicht glauben, dass ein Fremder auf dem Raumschiff herum schleicht und die anderen suchten sofort einen Verdächtigen unter der Besatzung, der sich mit dem blinden Passagier verbündet hat. Was mir aber jedoch fehlte, ist die Sichtweise des blinden Passagiers. Ich hätte gerne viel öfter seinen Weg durch das Raumschiff begleitet und seine Sabotageakte beobachtet.
Alles in allem war der Storyverlauf sehr spannend und voller unerwarteten Wendungen, allerdings ist mir schleierhaft wie die Autorin diese Geschichte im nächsten Buch zum Abschluss bringen möchte. Außerdem hoffe ich, dann wieder eine Beziehung zu den Protagonisten aufbauen zu können, in dem sie sich endlich wieder etwas "normaler" benehmen!

Fazit:
Die Geschichte hat sich durchaus interessant entwickelt, aber leider habe ich die Verbindung zu den Protagonisten verloren...


Die Sternenfeuer-Trilogie:


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