Freitag, 13. Juni 2014

Sommerwind von Gabriella Engelmann




Einzelband
Verlag: Droemer Knaur
Taschenbuch, ca. 368 Seiten
ISBN: 978-3-426-51432-0
Preis: 8,99 €

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Klappentext:
»Geliebter Zugvogel«, so beginnen jene geheimnisvollen Liebesbriefe, unterzeichnet mit dem Initial A., die die Hamburgerin Felicitas auf dem Dachboden findet. Alle Briefe wurden auf Föhr geschrieben, wohin Felicitas nur wenig später beruflich reisen muss. Die Sehnsucht, die in jeder Zeile der Briefe steckt, berührt sie tief, obwohl sie nach einer großen Enttäuschung in Sachen Liebe ein gebranntes Kind ist. Als sie auf der Nordseeinsel die Brüder Niklas und Frederick kennenlernt, bekommt die Frage, ob sie selbst je wieder lieben kann, eine neue Dringlichkeit.

Meine Meinung zum Buch:
Es gibt sie noch, diese Wohlfühlbücher in die man einfach abtaucht und sich treiben lässt. Genau so ein Buch ist "Sommerwind". Eine Geschichte über eine Liebesgeschichte, die nicht so einfach ist wie alle Beteiligten sich das vorstellen! Gabriella Engelmann hat mich auf eine zauberhafte, deutsche Insel entführt, die mich bis heute nicht mehr los lässt. Obwohl ich noch nie einen Fuß auf Föhr gesetzt habe und es auch niemals vorhatte, habe ich eine unglaubliche Sehnsucht nach der Insel! Am liebsten würde ich meinen Sommerurlaub absagen und auf Föhr alle Spielorte des Buches besuchen. Bisher kenne ich die Schauplätze nur durch Bilder der Autorin auf Facebook und ihre geschriebenen Worte, aber trotzdem fühlt es sich wie ein zweites Zuhause an!
Gabriella Engelmann schreibt zwar unheimlich detailversessen, aber niemals so das es einem zu viel vorkommt. Ehr hat man das Gefühl einen ganz anderen Blickwinkel auf Orte zu bekommen und damit kleine Schätze in seiner Umgebung zu entdecken. Durch diese Art Dinge zu beschreiben wurde die Geschichte von Felicitas teilweise fast nebensächlich für mich, ehr wollte ich stundenlang am Meer spazieren gehen und den Landschaftsbeschreibungen der Autorin lauschen. Ich hätte niemals gedacht, dass mir eine Insel nur durch 370 Seiten so sehr ans Herz wachsen kann!
Nun aber Schluss mit dem Gesülze, kommen wir zu dem eigentlichen Grund des Buches: das Leben von der Regieassistentin Felicitas. Enttäuscht von ihrer großen Liebe, lebt sie nun schon lange ohne Partner. Der einzige Mann an ihrer Seite ist ihrer schwuler Mitbewohner und bester Freund. Beide sind nicht nur gebeutelt von der Liebe sondern finden auch beruflich nicht ganz so Fuß wie sie sich das von ihrem Leben erhoffen. In der Hoffnung ihrer Karriere einen weiteren Schub zu verpassen stürzt Felicitas sich voller Tatendrang in die Arbeit zu einem Liebesfilm auf Föhr. Da ihr Chef sehr cholerisch ist und auf Zuständigkeiten keine Rücksicht nimmt, kümmert sie sich um Drehorte, Unterkünfte und vieles mehr. Dadurch lernt sie natürlich schnell viele Bewohner der Insel kennen und lieben. Besonders einer der beiden Brüder hat es ihr angetan, aber irgendwie scheint über ihrer Liebe kein guter Stern zu scheinen. Und dann sind da auch noch diese geheimnisvollen Briefe, die Felicitas kurz vor ihrer Abreise auf dem Dachboden der Hamburger Wohnung gefunden hat.
Zwar konnte mich Gabriella Engelmann mit einigen Wendungen während der Geschichte rund um Felicitas überraschen, aber doch wirkte es manchmal auf mich etwas zu perfekt. Allerdings war das für mich nicht so tragisch, wie es vielleicht im ersten Moment klingt!
Für mich ist das einfach nur ein Gefühl das ich während des Lesens hatte. Als hätte ich eine rosarote Brille auf, die auch traurige Szenen nicht ganz so dramatisch wirken lies. Denn einfach war die Liebe von Felicitas zu dem Föhrer nicht und oft mit viel Sehnsucht und Trauer verfunden. Irgendwie hab ich es trotzdem einfach zu seicht empfunden.
Meiner Meinung nach war dieses Etwas zu perfekte das einzige kleine Staubkorn auf der blitzeblanken Medaille. Mit allem anderen habe ich mich rundherum Pudelwohl gefühlt, sodass ich mich trotz dieses "Staubkorns" von der vollen Punktzahl nicht abhalten kann. Alles andere wäre wirklich Haarspalterei!

Fazit:
Meine Sehnsucht nach Föhr ist geweckt - wenn Felicitas dort ihr Glück findet kann, wieso wir dann nicht auch? Auf nach Föhr!

Kommentare:

  1. Wow, was für eine schöne Rezi!
    Auch wenn mir die Geschichte nicht ganz so gut gefallen hat, konnten mich die Föhr-Beschreibungen ebenso einfangen wie dich <3
    Liebe Blubbergrüße
    Anka

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