Sonntag, 15. Februar 2015

[Blogtour mit Gewinnspiel] Unsere Gene

Ich beschäftige mich im Zuge der Blogtour zu "Was fehlt wenn ich verschwunden bin" von Lilly Lindner mit dem Thema der Vererbung. Was für Eigenschaften werden uns von unseren Eltern mitgegeben, und warum sind wir manchmal so völlige Exoten in unserer Familie.
Denn Exoten sind auch die beiden Protagonisten in Lilly Lindners Geschichte. Ein Umstand der vor allem in ihrer Beziehung zu ihren Eltern ein echtes Problem ist.

Gene - was sind denn das?

Gene sind unsere Erbanlagen. Dank Ihnen wissen unsere Körperzellen bei unserer Entstehung im Bauch unserer Mutter wie wir später aussehen sollen und welche Funktion die einzelne Körperzelle erfüllen soll. Auf unserer Erbsubstanz gibt es ca. 40.000 bis 100.000 verschiedene Gene!
Außerdem sind Gene dafür verantwortlich, dass bestimmte Merkmale und ihre Ausprägung von Generation zu Generation weitergegeben werden!

Gendefekt?

Natürlich gibt es auch die sogenannten Gendefekte. Diese geben jedoch in der Regel nicht vor, dass ein Mensch eine bestimmte Krankheit bekommt sondern stellen lediglich ein erhöhtes Krankheitsrisiko dar. Äußere Einflüsse wie die Umwelt und der Lebensstil führen dann zu einem Ausbruch der Krankheit oder eben nicht!
Ein Beispiel: Aufgrund eines Gendefektes verträgt meine Schwester keine Lactose. Nun ist sie aber dadurch nicht automatisch krank. Diese Krankheit bricht nur in dem Moment aus, in dem sie Lactose wie z.B. Milch zu sich nimmt. Dabei ist das Trinken der Milch dann der äußere Umwelteinfluss, denn ohne Lactoseeinnahme ist sie natürlich kerngesund!

Was wird denn nun vererbt?

Natürlich wird auf jeden Fall das offensichtlichste von unseren Eltern vererbt: das Aussehen, wie zum Beispiel die Haar- und Augenfarbe und die Größe! Jeder Elternteil gibt in etwa 23 Chromosomen mit den darauf liegenden Erbanlagen an uns weiter. Ich habe beispielsweise die Figur meiner Mutter und eindeutig die Augen meines Vaters. Meine Schwester wiederum hat die Figur von Papa und Augen von meiner Oma mütterlicherseits. Durch verschiedene Faktoren entscheidet sich, welche Erbanlage sich "durchsetzt", sodass Geschwister sich ähneln aber manchmal auch grundverschieden aussehen.
Es gibt Studien die vermuten lassen, dass auch die Persönlichkeitsentwicklung teilweise durch Erbanlagen gesteuert wird. Durch das Trennen und unterschiedliche Erziehen von eineiigen Zwillingen haben Forscher festgestellt, dass die Zwillinge trotzdem ähnliche Persönlichkeitsstrukturen und Vorlieben entwickeln.

Und warum bin ich nun wie Mama oder Papa?

Auch wenn noch nicht beweisen ist, dass es Erbanlagen für die Persönlichkeitsentwicklung gibt, gibt es natürlich bestimmte Faktoren die dazu führen dass wir auch von unserer Persönlichkeit einem Elternteil ähneln. So führen Erziehung, Ausbildung, sozialem Umfeld oder Erfahrungen zu der Bildung unserer Persönlichkeit.
Jedoch scheint es so, als wären Temperament, Ängstlichkeit, Neugier oder Aggressivität in gewissem Maße durch Erbanlagen verursacht. Die Ausprägung wird jedoch stark von der Umwelt beeinflusst.
Auch wenn viele der Meinung sind, dass Dinge wie die Musikalität vererbt werden, ist dem nicht so. Die Musikalität wird hauptsächlich durch unsere Umwelt geformt, wie zum Beispiel die Förderung durch die Eltern, Musikschule oder ähnliches. Zwar ist in den Erbanlagen eine künstlerische Begabung verankert, jedoch entscheide die Umwelt ob diese genutzt wird oder nicht. Auch ein Kind das diese nicht vererbt bekommen hat, kann durch Übung auf dem Gebiet erfolgreich sein.
Es gibt viele Wesenszüge dieser Art, die nicht rein genetisch oder rein erzieherisch geprägt sind!


Ablaufplan

11.02.   Bibliofeles
13.02.   Privatkino
15.02.   Bücherwurm2punkt0
16.02.   Leselurch
17.02.   Julis Leseecke
18.02.   Schattenwege

Hier geht es zu meiner Rezension zum Buch: Klick!



Quellenangaben:
Was ist was? (Archiv)
Chromosomen, Gene und DNS (Dennis Rudolph)
Was sind Gene? (Progenom)
Vererbung (Kerstin Eva Zeter)
Vererbung - wie sie funktioniert (Barbara Schniebel)
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm (Gaby Miketta)

Gewinnspiel

Um eines von 3 Exemplaren des Buches "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin" von Lilly Lindner zu gewinnen musst du lediglich folgende Frage in den Kommentaren beantworten. Bitte hinterlasse dabei auch eine gültige E-Mailadresse!

Welches ist eure liebste Erbanlagen von euren Eltern?



Die Gewinnspiel-Regeln
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,
  • Teilnahme ab 18 Jahren oder bei Teilnehmern unter 18 nur mit Einverständnis der/des Erziehungsberechtigten!
  • Teilnahme und Versand innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  • Keine Barauszahlung möglich.
  • Keine Haftung bei Verlust auf dem Postweg.
  • Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet und danach gelöscht
  • Teilnehmen könnt Ihr im Zeitraum vom 11.02. bis einschließlich 19.02.2015, 23:59 Uhr.

Kommentare:

  1. Liebe Julia,

    also meine liebeste Erbanlage ist mein Organisationstalent, das ich von meiner Mutter geerbt habe. Es hilft mir sowohl in meinem Job, wenn ich mit meinen Kids eine Aktion plane, als auch privat, wenn es darum geht, eine Geburtstagsfeier oder andere Feste auszurichten. So sit immer ein reibungsloser Ablauf garantiert ;)

    Liebe Grüße,
    Moni

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  2. Hallo und guten Morgen,

    mein Vater starb als ich noch sehr klein war und mein Mama ist eher so eine Stille.
    Die ich persönlich eigentlich auch nicht bin..deshalb würde ich mal sagen erbmäßig habe ich da eher nichts mitbekommen ....

    LG..Karin..

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  3. Bei mir sind es eindeutig die Augen meines Vaters. Ich selber liebe das Grün :-). Ansonsten sind meine Mutter ich ich uns sehr ähnlich. Was mir sehr gut gefällt, wir haben in einigen Dingen den selben Geschmack. Was natürlich sehr praktisch ist.

    Ich fand es richtig toll, dass du in deinem Beitrag persönliche Dinge beschrieben hast.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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  4. Guten Morgen!
    Ich habe von meinem Vater das Organisationstalent und den Ordnungssinn mitbekommen, was mir sehr zugute kommt.

    LG, Claudia :)

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  5. Hallo und einen schönen Sonntag,
    puh, eine sehr schwere Frage. Mein Vater ist vor einigen Jahren verstorben und ich habe ihn damals nicht oft zu Gesicht bekommen. Aber von ihm habe ich eher ein schlechtes Gene abbekommen, so dass ich in meiner Teenyzeit finanziell Mist gebaut habe, aber nun daraus gelernt habe und alles wieder gut ist. Doch diese Zeit würde ich sehr gerne aus meinem Gedächtnis verbannen.
    Von meiner Mutter habe ich das impulsive Gene erhalten, obwohl ich eher der sehr schüchternde Typ bin. Aber das organisatorische Talent und ein wenig mehr Spontanität, hätte sie mir gerne abgeben können :-)
    Dafür habe ich von meinem Opa das führen von Listen und Ordnungsfimmel mitgegeben bekommen, woran ich echt viel Spaß finde.

    Liebe grüße
    Kati

    Katis-Buecherwelt(at)outlook.de

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  6. Hui, mit dem Thema hätte ich bei dem Buch ja nicht gerechnet :D Aber der Post ist wirklich gut geworden, mal was anderes und eine echt gute Idee!
    Allerdings denke ich nicht, dass April und Phoebe für ihre Eltern solche Exoten sind, vor allem glaube ich nicht, dass das irgendetwas mit der Vererbung zutun hat, aber wenn ich das hier weiter ausführen würde, würde ich wohl spoilern ;)

    Puh, die Frage ist wirklich schwierig, vor allem, da ich glaube, dass die meisten Eigenschaften (zumindestens die, die mir so auffallen), tatsächlich mehr durch die Erziehung bedingt sind. Was mir da aber gefällt ist das strukturierte Denken, das meine Mutter mir mitgegeben hat :)

    Am Gewinnspiel möchte ich NICHT teilnehmen, das Buch durfte ich auch schon lesen :)

    Liebe Grüße
    Chrisi

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  7. Hallo liebe Julia,

    ein toller Beitrag mit dessen Thema ich gar nicht gerechnet hätte.
    Mmh, ich denke meine liebste Erbanlage von meinem Vater ist eindeutig die Liebe zu Büchern, die aber eher durch die Erziehung bedingt ist, also das mir von klein auf vorgelesen wurde und ich immer viel mit Büchern zu tun hatte. Auch das Interesse an der deutschen Sprache und das Talent an Fremdsprachen mag ich sehr gerne.
    Allerdings habe ich eindeutig zu wenig Geduld abekommen und teilweise logisches Denken, was man in mathematischen Dingen bei mir merkt. :D

    Ganz liebe Grüße und Dir wünsche ich noch einen schönen Abend,
    Hannah
    (hannahsophie.jaeger@gmail.com)
    <3

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  8. Hallo Julia,
    toller Beitrag! Die Vererbung ist ein ganz schön komplexes und interessantes Thema, mit welchem ich mich wirklich gerne beschäftige und welches mich auch oft zur Verzweiflung treibt :) Also meine Krativität habe ich eindeutig von meine Dad habe, er malt, modeliert und schreibt. Von meiner Mum habe ich eindeutig das Temperament und manchmal auch eine ganz schön große und freche Klappe :D

    Herzliche Grüße,
    Miri♥
    (herobooks@web.de)

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  9. Hey,

    das ist eine Frage, die garnicht so leicht zu beantworten ist.
    Meine Eltern sind beide vor knapp 3 Jahren gestorben und irgendwie weiß ich bis heute nicht genau, was ich von wem habe. Vielleicht die goldene Mitte von beiden.
    Was aber zum Buch passt, keiner von beiden neigte zu Fettleibigkeit (Essstörungen). Da bin ich froh, dass ich da auch keine Probleme mit habe.

    Liebe Grüße
    MacBaylie

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  10. Hallo,

    so ganz spontan fällt mir als erstes ein, dass ich meine Sturheit von meiner Mutter geerbt habe. Ist vielleicht nicht immer positiv, aber kann man sich ja nicht aussuchen :)

    LG
    SaBine

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  11. Hallo :)
    Ein sehr schöner und aufschlussreicher Post, finde ich gut! Ich weiß jetzt nicht direkt, was mir von meinen Erbanlagen am besten gefällt. Vermutlich sogar alles. Natürlich gibt es Dinge, wie die vielen Allergien meiner Mutter, über die ich mich manchmal ägere aber letztendlich bin ich doch gut, wie ich bin. Denn wäre ich anders, wäre ich ja nicht Ich.
    Ich finde es sehr schön, dass du noch eine persönliche Note in deinen Post miteingebracht hast!
    Liebe Grüße,
    Lea ♥

    leaskleinebuecherecke@hotmail.de

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  12. Hallo :)
    Was für ein toller Beitrag. :) Ich bin froh, die hohen Wangenknochen meiner Mutter geerbt zu haben. Außerdem habe ich mein musikalisches Talent von meinen Eltern bemerkt, wofür ich auch sehr dankbar bin, denn ich wüsste nicht, was ich ohne mein Klavier machen sollte. :D
    Liebste Grüße
    Lena
    lenaszeugs@web.de

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Vielen Dank für deinen Kommentar!
Schaue doch in ein paar Tagen noch einmal vorbei, dann findest du bestimmt eine Antwort von mir ;)

 
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