Dienstag, 12. Januar 2016

Im Augenblick des Todes von Vincent Kliesch




Band 2 der "Severin Boesherz"-Reihe
Verlag: blanvalet
Taschenbuch, ca. 416 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0054-3
Preis: 9,99 €

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Klappentext:
Kommissar Severin Boesherz genießt gerade seinen Spaziergang am Schlachtensee, als ein mysteriöser Mann in einer Limousine vorfährt, sich als »Ismael« vorstellt und Boesherz zu einem Ausflug einlädt. Die Fahrt endet am Tatort eines bestialischen Mordes: Ein Arzt sitzt skalpiert und ausgeweidet in seiner eigenen Praxis. Bei dem Mord handelt es sich um die exakte Kopie des einzigen Verbrechens, das Boesherz nie aufklären konnte. Offenbar will der Täter dem Kommissar gezielt eine Botschaft übermitteln – und es soll nicht die einzige bleiben. Boesherz weiß: Er muss das Rätsel lösen, bevor seine eigene Vergangenheit ihn einholt …

Meine Meinung zum Buch:
Wer meinen Blog schon länger verfolgt, weiß das ich ein riesengroßer Fan von Vincent Kliesch bin. Jedem Thriller fiebere ich schon Monate vorher entgegen. Auf "Im Augenblick des Todes" mussten wir Fans nun zwei Jahre warten, was für den Autor äußerst ungewöhnlich ist. Denn eigentlich war man einen jährlichen Veröffentlichungsrhythmus gewöhnt. Aber wie sagt man so schön "gut Ding will Weile haben"! Den Protagonisten Severin Boesherz durfte ich als Leserin schon im ersten Band "Bis in den Tod hinein" kennenlernen. Dort hat er sich als nicht gerade einfacher Mensch präsentiert, den ich aber trotzdem schätzen gelernt habe. Auch in Band zwei bleibt der Hauptkommissar sich treu. Trotz zwei Jahren Leseabstand, wusste ich gleich wieder wie der Einzelgänger ist: kautzig und direkt. Leider war er mir in der Reihenfortsetzung dann eigenbrötlerisch. Zwar geht es in diesem Thriller um Hauptkommissar Severin Boesherzs Vergangenheit, über die er sehr ungern spricht, aber ein bisschen hätte ich ihm doch gern in die Karten geschaut. So wurde er für mich von einem sympathischen Kauz zu einem unsympathischen Kerl. Ich habe ihm alles zugetraut, auch dass sein ganzes Leben auf einer Lüge basiert und habe dabei die Nähe zu ihm verloren. Wenn ich mich einem Protagonisten nicht mehr nahe fühle, führt es meist dazu dass mir der Lesespaß abhanden kommt.
Trotz Vincent Klieschs angenehmen Schreibstil und obwohl die Seiten nur so dahin flogen war ich in weiten Teilen sehr genervt. Ich wollte den Protagonisten loswerden und meinen geliebten Julius Kern aus der vorherigen Reihe des Autors wieder haben. Dieses Gefühl blieb leider bis zum bitteren Ende, sodass ich gespannt bin ob Vincent Kliesch mich mit seinem nächsten Buch wieder eingefangen bekommt. Wenn in diesem auch Severin Boesherz eine größere Rolle spielt, wird das ein schwieriges Unterfangen werden. Der Fall den Severin Boesherz übrigens zu lösen hat, war ganz spannend aber so eng verwickelt mit dem Hauptkommissar dass ich das Gefühl hatte, das sich alles um ihn dreht und der Mordfall und die polizeiliche Ermittlungsarbeit in den Hintergrund rückt.

Fazit:
Severin Boesherz entwickelt sich zum absoluten  Unsympath - Schade!

Die "Severin Boesherz"-Reihe:




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